Pornos für Frauen

XConfessions

XConfessions ist eine 2013 von Erika Lust gegründete Plattform für unabhängige Erwachsenen-Kurzfilme, die aus eingesandten sexuellen Geständnissen entstehen.

XConfessionsVorschau von

Website im Überblick

XConfessions geht von einer einfachen Idee aus: Aus echten sexuellen Geständnissen werden Kurzfilme. Die Seite selbst datiert diesen Anfang auf 2013 und bezeichnet sich als ersten Schritt in dem Vorhaben der Filmemacherin Erika Lust, eine neue Welle des Erwachsenkinos zu schaffen. Drei Eigenschaften, mit denen die Plattform ihr Programm umreißt, treffen es ziemlich genau: ethisch, frauenfreundlich und schön. Wer in diesem Verzeichnis unter Pornos für Frauen sucht, stößt damit auf einen Anbieter, der diesen Anspruch nicht als eine Rubrik unter vielen führt, sondern zum Fundament des gesamten Katalogs gemacht hat. Unabhängige Kurzfilme statt Serienware, dazu eine Haltung, die sich durch das ganze Programm zieht – das ist die Richtung, die die Selbstbeschreibung von der ersten Zeile an vorgibt.

Getragen wird das Angebot von dem Prinzip, das schon im Namen steckt. Menschen senden ihre eigenen erotischen Erlebnisse ein, aus diesen Geständnissen entstehen die Filme, die auf der Seite als Originale geführt werden. Neben dem Filmkatalog gibt es deshalb einen eigenen Bereich für Confessions und einen für Mitwirkende, die an den Produktionen beteiligt sind; Ausschreibungen für neue Beiträge gehören ebenfalls dazu. Diese Herkunft aus eingesandtem Material ist der Unterschied zu Szenen, die aus einer Vermarktungsidee heraus gedreht werden: Die Geschichte existiert zuerst, die Umsetzung folgt ihr nach. Wer wissen möchte, wie unterschiedlich Menschen Lust beschreiben und erleben, findet in dieser Sammlung reichlich Stoff, und die Filme tragen diese Vielfalt bis in die Auswahl der Kategorien hinein.

Hinter dem Projekt steht eine Regisseurin mit eigenem Profil. Erika Lust wird als preisgekrönte Filmemacherin, Autorin und Unternehmerin beschrieben. XConfessions ist der erste Schritt ihres Vorhabens, eine neue Welle des Erwachsenkinos zu schaffen, und läuft heute unter dem Dach des Unternehmens ERIKALUST. Dort treten neben dem Katalog der Geständnisse auch Spielfilme, Serien und ein Live-TV-Bereich auf, dazu Beiträge von Mitwirkenden, Angaben zu Werten und Auszeichnungen sowie offene Ausschreibungen. Diese Verbindung erklärt auch, warum der Katalog wie das Werk einer Autorin wirkt und nicht wie eine beliebig zusammengestellte Ansammlung von Szenen.

Thematisch deckt die Plattform ein breites Spektrum ab und benennt es offen. Kategorien wie Lesben, Reale Paare, Anal und Lust stehen gleichwertig nebeneinander; frei zugängliche Filme sind als eigene Kategorie ausgewiesen. Dazu kommen Sammlungen mit eigener Handschrift. Slow Sex nimmt das Tempo heraus und lässt Szenen Bild für Bild stehen, die Femdom-Sammlung dreht die Machtfrage um, und Inspired Cinema versteht sich als Hommage an die Filmgeschichte, aufgebaut auf Motiven bekannter Regisseurinnen und Regisseure. Reihen wie die neuesten Originale, Erika's Top Picks, die meistgesehenen und die bestbewerteten Filme geben dem Katalog eine Ordnung, in der sich Neugierige und Wiederkehrende zurechtfinden; dazu kommen Empfehlungen für einzelne Nutzerinnen und Nutzer sowie eine Rubrik mit dem, was gerade überall angesehen wird.

Für die Nutzung ist ein Konto nötig: Bei der Anmeldung wird ein Zahlungsplan gewählt und eine E-Mail-Adresse hinterlegt, wie die häufig gestellten Fragen der Seite beschreiben. Dort werden Konto, Abrechnung, technische Fragen und allgemeine Themen behandelt, und ein eigenes Bundle für die App gehört ebenfalls zum Angebot. Belastbare Angaben zu Preisen, Laufzeiten oder Kündigungswegen gehen aus den öffentlich einsehbaren Texten nicht hervor. Daneben steht der Hinweis auf frei ansehbare Filme auf der neuen Plattform ERIKALUST, während der eigene Katalog an das Abonnement gebunden bleibt.

Reale Paare, langsame Szenen und Geständnisse, die den Ton vorgeben – ein naheliegender Einstieg führt über die Sammlung Slow Sex oder über die neuesten Originale, von dort erschließen sich die härteren Kategorien fast von selbst. Wer stärker verstehen möchte, wie dieses Programm entsteht, wird in der Confession-Reihe fündig: Sie macht nachvollziehbar, woher die Geschichten stammen, und erklärt, warum der Katalog anders wirkt als die üblichen Abo-Angebote. Die Geständnisse sind dabei keine Randnotiz, sondern der Ursprung, aus dem diese Produktionen hervorgegangen sind.