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Sieben Haushaltsmitglieder, eine durchgehende Handlung und Szenen, die immer wieder auf dieselben Gesichter zurückkommen: Perverse Family gibt sich nicht als lose Sammlung einzelner Clips, sondern als fortlaufende Serie über eine Stieffamilie, in der keine Regel Bestand hat. Der eigene Titel spricht von Hardcore-Pornofilmen einer bizarren Stieffamilie, die Kurzbeschreibung nennt die Lust der Ehefrau, wilde Teenager, den massiven Schwanz von Charlie und den alten Ficker – und fragt zum Schluss, ob der Betrachter wirklich schon alles gesehen hat. Das familiäre Tabu ist im Genre kein neues Motiv; hier ist es allerdings über viele Folgen hinweg zu einer eigenen Welt ausgebaut. In diesem Verzeichnis läuft der Eintrag unter Tabu-Pornoseiten, und das trifft den Kern: Das Material sucht das Tabu nicht zu umgehen, sondern macht es zum Programm.
Getragen wird das von einer festen Besetzung. Die Produktion führt ihre Darsteller als Haushaltsmitglieder mit Namen und Rolle: Anna, Charlie, Susan, Damien, Jane, Joseph und ein Diener. Susan bekommt das Profil der dominanten Stiefmutter, Jane eigene Episoden, und die Vorgeschichte der Familie wird ausdrücklich als Teil des Angebots erzählt – mit der Ankündigung, dass sie schockieren soll. Als Kulisse dient ein modernes Umfeld, in dem die Figuren aufeinandertreffen. Für Zuschauer bedeutet das: keine austauschbaren Gesichter, sondern wiederkehrende Figuren, deren Verhältnisse zueinander sich über die Folgen hinweg weiterentwickeln. Wer die Reihe verfolgt, kennt die Konstellation und erwartet, dass eine Szene auf der anderen aufbaut, statt bei null zu beginnen.
Diesen Aufbau sieht man schon an der Episodenliste. Die Folgen sind durchnummeriert, einzelne Teile laufen als Part oder Part 3 innerhalb einer vierten Staffel, und die Zählung reicht weit über Episode 46 und 58 hinaus – hier ist also ein gewachsenes Werk mit langer Laufzeit versammelt. Zweiteilige und mehrteilige Ausgaben zeigen, dass einzelne Handlungsstücke über mehrere Folgen erzählt werden. Eine eigene Best-of-Auswahl stellt die heißesten Episoden zusammen. Die Titel lassen wenig offen: Tiefe Anal-Session, Gespreizte Schamlippen & Anal, After Hours, Gruppensex, Warteschlange für Jane und Extreme Wet Swingers Orgy stehen neben wilden Punk-Zwillingen und der dominanten Stiefmutter. Dazu ziehen sich Motive durch das Angebot, die in der Auflistung immer wieder auftauchen – Squirt, Voyeur, Foot und Orgy, bis hin zu einer Granny-Orgy-Episode. Anal und Gruppensex bilden damit einen deutlichen Schwerpunkt, ohne dass sich die Reihe auf eine einzige Spielart festlegen ließe. Ein Teil der Einträge ist zudem als Free Video oder Full Length gekennzeichnet; die Kennzeichnung deutet darauf hin, dass neben vollständigen Episoden auch frei zugängliche Ausschnitte existieren.
Rund um die Folgen gibt es Neuigkeiten und Updates, einen Bereich für Live-Übertragungen und den Zugang zu allen Seiten statt einzelner Käufe. Die Rechnung, die dabei aufgestellt wird, ist unmissverständlich: Alle neun Seiten des Verbunds zusammen kosten 21,65 Dollar im Monat, während der Kauf Seite für Seite nach eigener Darstellung rund dreißigmal teurer ausfällt. Ein Hilfecenter beantwortet Fragen zu Konto, Abrechnung und Streaming, Geschäftsbedingungen und ein Partnerbereich ergänzen das Ganze, und Ankündigungen laufen über einen eigenen Kanal auf X. Die deutschsprachige Fassung ist durchgehend vorhanden, von den Episodentiteln bis zum Hilfecenter. Die Serie bleibt trotzdem der Kern: harte Szenen in Fortsetzungsform, mit Figuren, die über viele Folgen hinweg bestehen und deren Konstellation den Reiz gegenüber einzeln produzierten Clips ausmacht.
Ein sinnvoller Einstieg beginnt bei der Vorstellung der Haushaltsmitglieder, weil erst danach klar wird, wer in welcher Episode welche Rolle spielt und wie die Konstellation zusammenhängt. Von dort führt der Weg zu den nummerierten Folgen und zur Best-of-Auswahl: Wer die härtere Gangart sucht, wird bei den Anal- und Gruppensex-Titeln sofort fündig, wer die Serienlogik mag, beginnt bei den älteren Staffeln und arbeitet sich zu den späteren Teilen vor. Die Frage aus der eigenen Beschreibung, ob man schon alles gesehen hat, beantwortet die Episodenliste jedenfalls ziemlich schnell.