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Split-Screen, Takt und fertige Schnitte: NoodleDude ist die Bibliothek eines Erwachsenen-PMV-Editors, und die eigene Beschreibung lässt daran keinen Zweifel. Hier liegen Splitscreen-Pornomusikvideos, Compilations und Musikvideos, geschnitten auf eigene und lizenzierte Tracks — alles ausschließlich für Volljährige. Wer PMVs kennt, weiß, dass damit keine beliebige Sammlung loser Szenen gemeint ist, sondern eine Form: Bilder mehrerer Quellen laufen nebeneinander, werden auf den Takt gelegt und als fertiger Schnitt veröffentlicht. Eine eigene Altersbestätigungsrichtlinie gehört zum Rahmen des Angebots, dazu Nutzungsbedingungen, Datenschutzhinweise, eine Erklärung nach 18 U.S.C. § 2257 und ein Verfahren für Beschwerden. Das ist der notwendige Unterbau für ein Projekt, das fremdes Ausgangsmaterial bewusst verarbeitet.
Genau darin liegt der Unterschied zu einem gewöhnlichen Porno-Portal. Die verwendeten Clips stammen nach eigener Auskunft aus geprüften Erwachsenenplattformen und von Creators, werden auf die Musik getimt und erst dann als fertiges Stück veröffentlicht. Es geht also nicht um Masse, sondern um Verdichtung: Szenen, die sonst zusammenhanglos nebeneinander stünden, bekommen einen Aufbau, einen Refrain, einen Übergang. Wer harte Erotik in dieser rhythmisierten Form mag, findet hier weniger Zufall und mehr Handschrift. Wer dagegen einfach endlos weiterklicken möchte, ist mit einem Tube-Angebot besser bedient; die Stärke dieses Formats liegt im Schnitt, nicht im Umfang.
Die zweite Tür in die Sammlung ist die Creator-Übersicht. Statt die Bibliothek von vorn nach hinten zu durchsuchen, lässt sich dort bei einem bestimmten Namen einsteigen; die Videos führen also nicht nur über das Stück, sondern auch über die Person dahinter. Für ein Projekt, das aus vielen fremden Quellen arbeitet, ist das konsequent: Die Auswahl wird nachvollziehbar, und wer wegen eines bestimmten Gesichts kommt, muss sich nicht durch Compilations arbeiten. Wer sich für die Darstellung einzelner Performender interessiert, kann so gezielt nach einem Namen suchen, statt thematische Sammlungen durchzugehen.
Musikalisch steht das Projekt auf zwei Beinen. Eigene Stücke erscheinen unter dem Namen YUMMYNOODZ, daneben gibt es eine öffentliche Playlist der Tracks, die in den Edits verwendet wurden. Beides zusammen macht sichtbar, dass die Musik hier keine Zutat ist, sondern das Gerüst: Sie gibt Takt und Übergänge vor. Wer zuerst wegen des Sounds kommt, kann den auch getrennt vom Video weiterverfolgen — bei einer Form, die ohne die passende Tonspur nicht funktionieren würde, ist das nur folgerichtig.
Aktuell steht ein Beitrag für die World PMV Games im Vordergrund, der einem vorgegebenen Thema folgt. Der Editor arbeitet also nicht nur für sich, sondern innerhalb eines Formats, in dem Beiträge verglichen werden, und das erklärt den Ehrgeiz, der in den Schnitten steckt.
Rund um die Videos hat sich eine Community gebildet, die sich über einen Discord-Server organisiert. Daneben stehen Merch und ein Mitgliederbereich mit Anmeldung, ein Abo-Angebot gehört ebenfalls dazu. Ein eigener Server und eigene Artikel stehen für einen Namen, der sich nicht als anonymes Archiv versteht, sondern als Marke mit Publikum. Über Umfang und Preis der Mitgliedschaft sagt die eigene Darstellung nichts, deshalb bleibt es bei dem, was die Seite selbst zeigt: die Bibliothek mit ihren fertigen Edits und die Creator-Übersicht.
Unter ASMR-Pornoseiten geführt, wirkt das Angebot beim ersten Blick fehl am Platz — bis man den Ton ernst nimmt. PMVs leben von Takt, Übergang, Bass und Wiederholung. Wer auf rhythmisch geführte Reize reagiert, findet hier dieselbe Mechanik in visueller Form, nur expliziter und lauter. Die Sammlung scheut harte Motive nicht; schon der Titel eines Wettbewerbsbeitrags — FISTFUCK MANIA — zeigt, wie direkt die Themen benannt werden und wie weit der Schnitt ins Derbe gehen darf, wenn das Stück es verlangt.
Den schnellsten Zugang bietet die Creator-Übersicht, wenn ein bestimmtes Gesicht den Ausschlag gibt; soll zuerst der Sound ziehen, ist die Playlist der verwendeten Tracks der passendere Ausgangspunkt, von dem aus die fertigen Edits ohnehin nur einen Schritt entfernt liegen.
