Website im Überblick
Ein Katalog, der nach Namen sortiert ist und nicht nach Genres – das ist der auffälligste Zug von MyComicsXXX. Die Seite selbst nennt sich im Titel schlicht die beste Adresse für Pornocomics und zählt in ihrer Kurzbeschreibung auf, worum es geht: 3D-Comics, große Brüste, Inzest, Interracial, reife Figuren und Netorare. In diesem Verzeichnis läuft der Eintrag unter Porno-Comic-Seiten, und das trifft den Kern – keine gefilmten Szenen, sondern gezeichnete und gerenderte Erotik in Serienform, erzählt in Bildfolgen statt in Kameraeinstellungen.
Das Rückgrat des Angebots sind die Zeichnerinnen und Zeichner. Ein langes, alphabetisch geordnetes Verzeichnis führt Studios und Einzelkünstler auf, von 0Lightsource, 3D Pose und 3DSimon über AgentRedGirl, Alison Hale und AnibarutheCat bis zu Melkor Mancin, Arabatos, Ardan Norgate und Articulate Pervert. Allein der Anfangsbuchstabe A füllt eine lange Reihe: ActualE, AdanPlay, AdoggoArt, Adore, Aestheticc-Meme, Affector, Afrobull, AfterDarkPro, Akiric, AlanSmithee, Albatross, Alcor, AlexComix, AlienBrain, AlimonyArt, Alxr34, AmGipi, Andava, Anglo, Anhes, Anor3xiA, Antaarix, Aphrodite's Sisters, AppleSpiceX – und das ist erst ein Anfang. Die Namen verraten schon einiges über die Bandbreite: Studios, die wie Studios klingen, Einzelpseudonyme, Zahlen im Namen, englische Kürzel. Wer eine Handschrift für sich entdeckt, bleibt bei ihr – darauf ist der Katalog zugeschnitten. Zu Melkor Mancin findet sich etwa die Serie About a Girl, ein Beispiel dafür, wie einzelne Werke an einen Namen gebunden sind statt an eine austauschbare Rubrik.
Die thematische Klammer setzt die Seite selbst. Große Brüste, Inzest, Interracial und reife Frauen stehen als Richtungen nebeneinander; Netorare stammt aus dem Japanischen und bezeichnet Geschichten um Eifersucht, Verrat und Beziehungen, die in die Brüche gehen. Das verrät etwas über die Zielgruppe: Gesucht wird erzählte Erotik mit Konflikt und Überschreitung, nicht die beiläufige Szene. Die Werktitel sprechen dieselbe Sprache – Help! My Hostage is a Masochist! – Reload arbeitet mit Gefangenschaft, Masochismus und Machtgefälle. Zwischen den beiden Beispielen liegt die Spanne des Katalogs: auf der einen Seite Beziehungsgeschichten wie About a Girl, auf der anderen Material, das deutlich härter ansetzt.
Gezeichnete Erotik erlaubt Szenen, die sich filmen kaum lassen, und die Themenliste der Seite lebt davon: Inzest, Interracial und Netorare funktionieren als Bildgeschichten mit Figuren, die über mehrere Seiten hinweg wiederkehren. Ein Schwerpunkt liegt auf 3D-Arbeiten: Der Bereich wird in der Selbstbeschreibung an erster Stelle genannt, und der Katalog führt entsprechend Einträge wie 3D Pose, 3DSimon oder 3DXXXAngels. Computeranimierte Körper und Szenen sind hier keine Randnotiz, sondern die breite Mitte des Angebots, während klassisch gezeichnete Arbeiten daneben ihren Platz behalten.
Einzelne Comics stehen nicht für sich allein: Verwandte Titel und zufällige Fundstücke werden jeweils daneben geführt, unter den Überschriften Related Comics und Random Comics. So gerät man von einer Serie zur nächsten, ohne einem festen Pfad folgen zu müssen; das Angebot funktioniert als Stöberfeld und nicht als abgeschlossene Bibliothek. Auch die Übersicht der Titel selbst trägt die Überschrift Random Comics. An solchen Stellen zeigt sich, dass die Sammlung nicht auf ein einziges Genre hinausläuft, sondern auf ein breites Feld, in dem sich Leserinnen und Leser ihre eigenen Wege suchen.
Über den Zugang sagen die Seiten wenig. Ob der Katalog kostenlos ist, ob es Konten gibt oder eine Bezahlschranke, ließ sich nicht belegen. Die Selbsteinschätzung zieht sich dagegen durch: Der Anspruch, die beste Adresse für Pornocomics zu sein, steht über der Übersicht und ebenso über einzelnen Werken. Gesichert ist damit vor allem das Programm selbst – eine Sammlung erotischer Comics mit ausgeprägtem 3D-Anteil, ein nach Namen sortiertes Verzeichnis der Beteiligten und Themenschwerpunkte von großen Brüsten über Inzest und Interracial bis zu Netorare.
Ein naheliegender Startpunkt ist die 3D-Schiene, weil sich dort am schnellsten zeigt, was diesen Katalog von klassisch gezeichneten Sammlungen unterscheidet; von dort führen die verwandten Titel weiter zu Inzest-, Interracial- oder Netorare-Geschichten. Wer lieber einer einzelnen Handschrift folgt, beginnt bei einem der bekannteren Namen und bleibt bei dessen Serien.
