Website im Überblick
Über 500 Millionen US-Dollar an Auszahlungen an Creator hat Fanvue nach eigener Angabe bereits bewegt, und um genau diesen Punkt kreist seine Startseite. Die Plattform bezeichnet sich dort als Nummer eins unter den KI-Monetarisierungsplattformen für Creators und verbindet damit eine klare Richtung: Einnahmen aus einer Fangemeinde, erzielt mit Inhalten, die aus dem Zusammenspiel von Creator, Publikum und KI entstehen. Ein reines Abo-Portal für fertige Szenen wäre damit zu kurz gegriffen.
Zwei Seiten stehen von Anfang an nebeneinander. Auf der einen Seite die Creators, die nach dem Versprechen der Seite schneller an den Einnahmen ihrer Fans verdienen sollen, auf der anderen das Publikum, für das ein eigener Zugang vorgesehen ist. Wer als Fan kommt, findet dort seinen Einstieg, wer als Creator kommt, seinen eigenen. Das Selbstverständnis reicht dabei über den reinen Verkauf hinaus: Die Plattform lässt Creators auftreten, die nach ihren eigenen Worten neu definieren, was möglich ist – ein Hinweis darauf, dass hier nicht Standardware, sondern Figuren mit eigener Handschrift und eigenem Publikum im Mittelpunkt stehen.
Diese Figuren sind zunehmend KI-Figuren. Fanvue AI firmiert als eigenes Angebot neben der Plattform, und die Startseite formuliert es als Zustandsbeschreibung: Die Creator-AI-Ökonomie sei angekommen, und die Plattform reiche die Werkzeuge, um sie anzuführen. Das ist ein Selbstbild mit Anspruch – nicht der Versuch, mit einer weiteren Videothek mitzulaufen, sondern die Monetarisierung an der Stelle zu bedienen, an der KI-Persönlichkeiten entstehen und ein Publikum binden.
Nach außen sichtbar wird dieser Anspruch auch über die AI Personality of the Year Awards 2026, die prominent auf der Startseite beworben werden. Ein Preisgeld von insgesamt 90.000 US-Dollar und die ausdrückliche Aufforderung, sich am Wettbewerb zu beteiligen, setzen ein deutliches Zeichen: Wer mit einer KI-Persönlichkeit arbeitet, soll hier nicht nur ein Abrechnungswerkzeug finden, sondern eine Bühne. Für Creators, die in diesem Feld unterwegs sind, ist das der interessanteste Teil des Auftritts.
Dass Fanvue in diesem Verzeichnis unter Creator-Plattformen läuft, trifft den Kern des Auftritts: Hier geht es um Produktion und Vermarktung, nicht um eine Sammlung fertiger Szenen. Wer sich zuerst orientieren möchte, hält sich am besten an die beiden Wege, die das Angebot selbst nebeneinanderstellt – den Weg für Creators und den für Fans – und liest den Wettbewerbshinweis gleich daneben. Zusammen sagen diese drei Elemente mehr über den Charakter der Plattform als jede Aufzählung einzelner Funktionen.
