Website im Überblick
Millionen Anime-Bilder, sortiert nach tausenden Tags – mit dieser Selbstauskunft tritt Danbooru auf seiner eigenen Startseite an und bezeichnet sich dort als das ursprüngliche Anime-Imageboard. Der Anspruch ist klar umrissen: eine Datenbank für Zeichnungen, Illustrationen und Szenen aus der Anime- und Manga-Welt, die über Schlagwörter erschlossen wird statt über grobe Rubriken. In diesem Verzeichnis läuft der Eintrag unter Hentai-Pornoseiten, und einzelne Tags bestätigen diese Einordnung sehr deutlich.
Was die Sammlung von einem gewöhnlichen Bilderarchiv unterscheidet, ist die Tiefe der Verschlagwortung. Jedes Motiv trägt eine ganze Kette von Tags: Figuren, Serien, Künstler, Handlungen, Stimmungen. Die Startseite nennt dazu konkrete Größenordnungen – die Serie Zenless Zone Zero kommt auf rund 117.000 Einträge, Umamusume auf rund 235.000. Bei den Zeichnern stehen Namen wie lazyprocrastinator mit über 600 Bildern oder misaka 12003-gou mit fast 680, daneben kleinere Einträge wie blobcg, monkey jon, smugbluefaun oder zz0vivianart mit deutlich niedrigeren Zahlen. Solche Werte verraten viel über den Charakter des Angebots: Hier landet man nicht in einer groben Kategorie, sondern direkt bei einer einzelnen Figur, einem bestimmten Zeichner oder einem sehr speziellen Motiv.
Rund um die Bilder ist eine eigene Szene gewachsen. Genannt werden Kommentare, Notizen, Künstlereinträge, Pools, ein Wiki und ein Forum, dazu ein Login-Bereich für angemeldete Nutzer. Das Wiki ergänzt die Sammlung um Hintergrundwissen zu Figuren und Serien, Pools bündeln thematisch zusammengehörige Bilder, und in den Kommentaren wird über einzelne Werke gesprochen. Damit ist Danbooru nicht bloß ein Archiv zum Durchblättern, sondern eine Gemeinschaft, die Material zusammenträgt, verschlagwortet und einordnet.
Die Auswahl lässt sich stark eingrenzen. Eine Suche arbeitet mit Tag-Kombinationen, eine Blacklist blendet unerwünschte Motive aus, und Bilder können unscharf dargestellt bleiben, bis man sie bewusst freigibt. Unter den Bewertungsstufen finden sich unter anderem rating:g, guro, scat und furry – das Spektrum reicht also von harmlosen Zeichnungen bis zu expliziten und extremen Darstellungen. Wer auf bestimmte Inhalte empfindlich reagiert, sollte diese Filter deshalb ernst nehmen, denn das Archiv nimmt kaum etwas aus.
Sinnvoll ist ein erster Blick auf die Tag-Übersicht: Dort zeigen sich die Schwerpunkte der Sammlung am schnellsten, von großen Serien bis zu Nischenzeichnern, und von dort aus führt der Weg zu einzelnen Bildern und ihren Pools. Angaben zu Preisen oder einem Startdatum macht die Startseite übrigens nicht; belastbar ist zunächst nur das, was die Seite über sich selbst sagt.

